Es ist wieder Frühling – und damit beginnt auch für unsere Wildtiere eine besonders sensible Zeit. Rehe sind jetzt vermehrt unterwegs, viele Geißen sind hochtragend und dadurch langsamer und weniger wendig. Genau das macht sie im Straßenverkehr extrem gefährdet.
Was dabei oft verdrängt wird: Ein Wildunfall ist nicht „nur ein bisschen Blechschaden“. Es geht um Lebewesen. Häufig tragen die Tiere ungeborene Kitze in sich, die bei solchen Kollisionen ebenfalls qualvoll sterben.
Und noch deutlicher:
Wer nach einem Wildunfall einfach weiterfährt, begeht keine Bagatelle, sondern eine Straftat. Das ist nichts anderes als Fahrerflucht – und moralisch genauso verwerflich wie das Zurücklassen eines verletzten Hundes oder einer Katze.
Und ja – auch das ist Tierschutz.
Tierschutz betrifft nicht nur Hunde und Katzen, sondern ebenso unsere Wildtiere. Leid ist Leid – egal ob auf dem Sofa oder im Wald.
Wird der zuständige Jagdpächter oder die Polizei nicht informiert, bedeutet das für das angefahrene Tier oft einen langen, qualvollen Tod. Das ist vermeidbares Leid – und dafür trägt der Verursacher die Verantwortung.
Deshalb unser klarer Appell:
• Fahren Sie gerade jetzt besonders aufmerksam und angepasst.
• Rechnen Sie jederzeit mit Wildwechsel – vor allem in den Morgen- und Abendstunden.
• Und wenn es doch passiert: Anhalten. Absichern. Melden.
Tierschutz endet nicht am Waldrand.