Hallo liebes Tierheim-Beuern-Team,
sorry, dass ich mich jetzt erst bei euch melde. Bei meinem Auszug hatte ich ja versprochen, dass mein neues Frauchen euch immer mal Bilder von mir schickt. Bisher sind wir leider noch nicht dazu gekommen, was wir jetzt hiermit nachholen.
Ich bin einfach so in mein neues
(aufregendes) Leben gepurzelt und die Zeit ist nur so verflogen. Am Anfang habe ich manchmal Hüpfer wie ein Frosch gemacht, Heike hat mir daraufhin liebevoll den Nachnamen Knallfrosch verpasst.
Nenne mich nun – Bruno *brauner Bär* Knallfrosch und manchmal nennt mich mein Frauchen auch einfach nur Brunolino oder Knallfrosch.
Am Anfang hat sich mein Frauchen so manches Mal eine Gebrauchsanweisung oder einen Beipackzettel für mich gewünscht, um z.B. zu wissen, was ich kann, was ich mag und was mich gruselt. So war vieles „learning by doing“, aber wir meistern das ganz gut zusammen. Meinen ersten gemeinsamen Tierarztbesuch haben wir auch mit Bravour gemeistert, die Tierärztin hat mich gelobt was für ein toller Kerl ich doch wäre. Habe auch fleißig versucht abzunehmen, im Juni war ich bei 42 kg, mein Frauchen achtet darauf, dass es nicht wieder nach oben geht.
In den ersten Wochen hier waren wir ganz viel draußen im Wald und den Feldern unterwegs und haben gemeinsam alle möglichen Wege erkundet. Ganz wichtig fand ich die Wege, die zu Frauchens-Mama führen, denn das ist ja mein Zweitwohnsitz, wenn mein Frauchen ins Büro muss.
Zunächst war ich bei Pfützen und Wasser doch sehr zurückhaltend, was mein Frauchen etwas enttäuscht hat, weil ich vielleicht nix mit Wasser zu tun haben wollte. ABER HEY – ich bin eine Wasserratte und ein Bällchen-Apportierer.
Da passt es ganz gut, dass sie bei der DLRG ist. Ihre Freunde dort mag ich auch, vor allem wenn sie Rot angezogen sind, dann geht’s meistens ans Wasser. Bin sogar schon mit Motorboot gefahren. Zunächst fand ich das Ding gruselig, aber als mein Frauchen reingeklettert ist, habe ich all meinen Mut zusammengefasst und bin hinterher gesprungen und was soll ich sagen, es macht mir Spaß.
Schwimmen gehen wir immer bei uns hier an der Lahn, erst habe ich mich ja nicht so richtig getraut da reinzugehen. Bis mir meine Hundefreundin Amy (ein Irisch-Setter-Mädchen) ihre Lieblingsbadestelle gezeigt hat. Wir waren jetzt schon ganz oft zusammen dort baden und schwimmen.
In unserer Nachbarschaft wohnen jede Menge Kinder, Hunde, ein paar Katzen und fast alles was man so im Wald und Feld finden kann (Rehe, Hasen, Fuchs usw.). Bei den Kindern gibt es immer ein paar extra Streicheleinheiten für mich. Mit den meisten Hunden komme ich gut aus. Schade nur dass ich mit den beiden Aussis von gegenüber nicht spielen/toben darf, ihr Frauchen hat was dagegen, sie meint Labbis und Aussis sind nicht kompatibel, da sind nur ganz selten mal kurze Abendrunden an der Leine gewünscht. Es gibt allerdings auch zwei/drei Hunde hier, mit denen ich sogar nicht richtig warm werde. Was die Katzen betrifft, die haben noch nicht ganz verstanden, dass ich nicht möchte, dass sie meinen Garten betreten, aber ich habe die Hoffnung diesbezüglich noch nicht aufgegeben.
Ich bin auf jeden Fall gut angekommen und fühle mich Labbiwohl hier.
Viele Liebe Grüße euer
Bruno Knallfrosch